Am 9. März 2026 war Prof. Dr. Emanuel V. Towfigh in seiner Position als »Distinguished Scholar in Residence« an der Peking University School of Transnational Law (STL) in Shenzhen (China), um an den »STL Lectures on Equality & Citizenship« mitzuwirken. Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen Gilad Abiri, Sarah Ganty und Dimitry V. Kochenov fungierte er als Mitveranstalter dieser internationalen Tagung, die sich mit grundlegenden Fragen der Gleichheit und des Staatsbürgerschaftsrechts befasste.
Im ersten Panel zum Thema »Gleichheit« diskutierte Professor Towfigh als Respondent die Keynote von Prof. Dr. Niels Petersen, die der Frage nachging, unter welchen Bedingungen die Staatsangehörigkeit zu einem unzulässigen Diskriminierungsgrund wird. In der rechtswissenschaftlichen Debatte geht es hierbei vor allem darum, die Grenze zwischen legitimen staatlichen Differenzierungen – etwa beim Wahlrecht oder Sozialleistungen – und völkerrechtswidrigen Benachteiligungen von Ausländern zu definieren. In einer hochkarätig besetzten Runde mit Kollegen der Yale Law School, der Chinese University of Hong Kong und der Universität Kopenhagen erläuterte Professor Towfigh die Auswirkungen dieser Konzepte auf grenzüberschreitende Rechtsverhältnisse.
Das Programm wurde durch ein zweites Panel zum Thema »Staatsangehörigkeitsprivileg« ergänzt, das von Prof. Peter J. Spiro von der Temple University mit einer Keynote eingeleitet wurde. Erörtert wurde, inwieweit der Geburtsort und die damit verbundene Nationalität heute als eine Art modernes Ständesystem fungieren, das den Zugang zu globaler Mobilität und Wohlstand regelt.
Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den rechtsvergleichenden Dialog und stärkte die wissenschaftliche Kooperation der Professor:innen der verschiedenen Universitäten.










